Der Bundeswettbewerb in Rüdersdorf 2014

BUNDESWETTBEWERB

Der Bundeswettbewerb, die inoffiziellen deutschen Meisterschaften der Kinder. Der Club stellte gleich drei Boote für das Hamburger Kontingent, welches mit über 80 Sportlern so groß war wie noch nie zuvor. Der Bundeswettbewerb fand dieses Jahr in Rüdersdorf bei Berlin statt, durch andere Trainer die schon zuvor vor Ort waren, wussten wir, dass die Regatta sehr eng werden wird. Selbst wenn die Bundeliga dort vor Ort ist, war es schon eng. Und beim BW sind deutlich mehr Teilnehmer vor Ort als bei der Bundesliga. Aber man konnte sich arrangieren und am Ende sollte alles besser ablaufen als erwartet.

 

Nach einer 3,5 Stündigen Busfahrt vom Dammtor erreichten die Sportler und Betreuer die Regattastrecke und es ging ans abladen der Hänger. Im Anschluss wurde eine kleine Trainingsrunde über den See gerudert, um einmal die Strecke kennen zu lernen.

 

Das Wetter begrüßte uns auch mit der besten Seite, es war eher sogar zu heiß, womit alle zu kämpfen hatten, sei es Sportler oder Betreuer, es wurde also während der ganzen Regatta wichtig, dass viel getrunken wurde und das man sich im Schatten aufhielt und nicht unnötig in der Sonne draußen rumtobt.

 

Am ersten Wettkampf Tag ging es auf die 3000 Meter Langstrecke, dort musste man sich bemühen möglichst weit vorne zu landen im Zeitvergleich, denn aus diesen Ergebnissen werden auch die Finals am Sonntag gesetzt. Als erstes von unseren Booten ging der 4er auf die Strecke mit Ben, Ruben, Maxi und Benno als Ruderer, gesteuert wurden sie von Philipp. Der 4er hatte ein super Rennen und hat sogar Boote überholt, die andere Hamburger Konkurrenz in dieser Klasse wurde abgehängt. Leider wurde der 4er doch Zeitletzter in diesem Rennen. Der Bugmann fing ungefähr 500 Meter vor dem Ziel einen sehr unglücklichen Krebs, welcher als Folge hatte das sich ein Skull stark verkeilte und brach. Die Schiedsrichter ließen sie nicht mehr weiter rudern und so waren sie gezwungen langsam zum Steg zurück zu rudern außerhalb der Strecke.

Ein dramatischer Beginn der Regatta.

Julius und Georg die beiden leichten Schwergewichte hatten ein hartes Feld, mit einem beherzten Rennen und einer guten Leistung ihrerseits sicherten sie sich einen Platz im hinteren Drittel. Zu guter Letzt starteten unsere jüngsten und unerfahrensten in die Regatta in einem späten Rennen des Tages, also mitten in der Mittagshitze. Lasse und Rajk gaben ihr Bestes, doch das Wetter machte ihnen deutlich zu schaffen und so erreichten sie einen der hinteren Plätze. Die Hamburger Gegner von der Fari hatten sich wie schon in Segeberg nur knapp vor unserem zweier Positioniert. Somit war das Ziel für die 1000 Meter vorne angreifen, denn dort hatten wir die Faris auch schon geschlagen.

 

Alle Boote sind somit im letzten Finale gelandet, was jedoch bei den beiden Zweiern keine Schlechte Leistung war und beim 4er einfach nur Pech.

Im Laufe des Tages ging es Maxi dann auf einmal sehr schlecht, durch die Anstrengungen und den Stress aus dem 4er Rennen und der Hitze geschuldet klappte er zusammen und wir suchten den Regatta Arzt auf. Maxi sollte sich einfach hinlegen und ausruhen, mit der Zeit wurde es auch immer besser und abends war er wieder auf der vollen Höhe.

 

Am nächsten Tag erfolgte der Zusatzwettbewerb in dem die allgemeine Fitness getestet wird, dort standen Aufgaben wie Seilspringen, Medizinballweitwurf und noch anderes auf dem Programm. Die Hamburger Teams belegten meist die Plätze im Mittelfeld.

Am Nachmittag erfolgte noch das Betreuerrennen in dem auch Torben mitruderte. In einem knappen Rennen belegte das Betreuerboot Platz drei. Am Abend gab es noch Public Viewing für die WM wo Deutschland natürlich gewann.

 

Als erstes starteten am Finaltag die jüngsten im Zweier, die beiden waren auf den 1000 Metern deutlich besser als auf den 3000 Metern, unser Ziel war somit Platz Eins oder Zwei in diesem Finale. Aufgrund von Aufregung und Unerfahrenheit lief es jedoch nicht so ab wie gewünscht und die beiden fielen gesamt 3-mal während des Rennens vom Rollsitz. Trotzdem waren wir nur knapp hinter dem Feld, es war nicht mal eine Sekunde zum vorletzten und nur 4 Sekunden zum 3ten. Wenn man nun für jeden Rollsitzrunterfaller 5 Sekunden kalkuliert, dann hätten die beiden um Platz eins gekämpft.

Julius und Georg hatten als Ziel ebenfalls eine möglichst gute Platzierung in diesem schweren Feld. In ihrem besten Rennen welches ich bis dahin jemals gesehen hatte, belegten sie Platz vier und waren sehr dicht am drittplatzierten.

 

Dem 4er, der eigentlich in einem deutlich höheren Finale starten sollte, gab ich als Aufgabe nicht weniger als den Sieg in diesem Rennen zu erzielen. Bis ca. 350 Meter vor dem Ziel war auch eine Kombination aus Bayern sehr knapp an unserem Boot und es war ein Bord an Bord Kampf. Doch zum Ende konnten wir wegziehen und mit ca. 2 Längen Vorsprung gewinnen. Nach einem Vergleich der Zeiten stellte ich fest das unser Vierer mit ihrer Zeit im ersten und schnellsten Finale Platz 5 belegt hätte, sehr knapp zum 4ten, und dass sie im zweiten Finale um den Sieg gerudert wären. Also ein super Ergebnis, welches Hoffnung für die Zukunft gibt.

 

Im Anschluss ging es ans verladen und zur Rückfahrt, alle waren erschöpft und auch im allgemeinen zufrieden mit ihren Leistungen , wenn man von den kleine Fehlern absieht die begangen wurden, von denen man jedoch super lernen kann, und alle waren froh, dass die Ferien in kürze starten würden...
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