175 Jahre Der Club

2011 = 175 Jahre Rudern in Deutschland

Der Hamburger und Germania Ruder Club ist nicht nur einer der ältesten Sportvereine unserer Stadt, sondern auch der älteste Ruderclub Deutschlands. Junge Hamburger Kaufmannssöhne um Cesar und Adolf Godeffroy begründeten 1836 die Hamburger Ruderei nach englischem Vorbild. Bereits 1844 veranstalteten sie die erste Amateur-Regatta auf der Alster und in kontinentalen Gewässern. Diese Bootsrennen waren laut zeitgenössischen Berichten ein Volksfest.

nach der Besiedelung der Uhlenhorst fanden sich 1853 dort junge Hamburger um den Schüler Hermann Wentzel zum Germania Ruder Club zusammen. Eine verschworene Gemeinschaft, die sportlichen Idealen und der Liebe zum aufkommenden Wassersport verbunden war. Sie brachte neue Bootstechnik und sportliches Rudertraining, aber auch Sport-Segelei in die Hansestadt. Und sie hatten Erfole. Der erste deutsche Auslandsstart 1867 in Paris und der erste deutsche Oympia-Sieg im Rudern bei der Weltausstellungs-Regatta von 1900, ebenfalls in Paris, sind ihre Meilensteine.

Die Gründung des Norddeutschen Regatta-Vereins (NRV), des Clubs an der Alster, des Deutschen Ruderverbandes (DRV), aber auch des Deutschen Segler Verbandes (DSV) gehen auf die Ruderer vom Harvestehuder Ufer und von der Uhlenhorst zurück.

Nach dem 1. Weltkrieg war es Der Hamburger Ruder Club mit seinem unermüdlichen Förderer Dr. Oscar Ruperti, der erfolgreiche Mannschaften aufs Wasser brachte. 1934 vereinigten sich "Harvestehude" und "Uhlenhorst" zum Der Hamburger und Germania Ruder Club. Die "Germania" gab ihr altes Bootshaus auf und zog in das 1924 fertiggestellte Clubgebäude am Alsterufer 21 ein.

Dieses gelb-markante Haus, auf Pfählen über dem Alstergrund errichtet, ist erhaltungsaufwendiger Mittelpunkt des Clublebens. Häufig weiß der Vorstand nicht, woher die Mittel für unvorhergesehene Sanierungsmaßnahmen kommen können. Hier soll zukünftig die Club-Stiftung die Bausubstanz sichern helfen.

Doch auch die ruderischen Aktivitäten des Rennruderns sowie der Kultur- und Wanderruderei gilt es zu fördern. Schließlich beginnt das Ruderleben mit der Kinderruderei und kann - wie unsere Mitglieder immer wieder beweisen - bis ins hohe Alter andauern. Zeit, um Gemeinschaft zu erleben, geformt zu werden und zu formen.

Es lohnt sich, den Club für die nächsten Generationen zu erhalten. So wie es unsere Altvorderen taten. Und obendrein: Indem ich stifte, tue ich Gutes. Für unsere Gemeinschaft!